Schulprogramm

für die 103. Grundschule Dresden „Unterm Regenbogen“

Unsere Schule

Möge dein Schulleben so vielseitig sein
wie die Farben des Regenbogens!

[Das Schulprogramm im PDF hier]

 

 

 

 

 

Unsere Schule

Das Foto zeigt das Wandbild auf einer der Giebelseiten. Es wurde von Luigi Colani entworfen und Studenten der Kunsthochschule Dresden haben es gemalt. Passend zum Namen unserer Schule ist ein Regenbogen abgebildet.

 

 

 

Unser Regenbogenlied

Text: Schüler unserer Schule (1994)
Musik: Dr. Kalcher

Wenn der Regenbogen oben leuchtet,
dann freu'n sich alle, alle Kinder sehr,
denn unterm Regenbogen in der Schule
da fällt das Lernen eigentlich nicht schwer.

Refrain:
Das ist das Regenbogen-Regenbogenlied,
das ist das Lied von unsrer Schule.
Das ist das Regenbogen-Regenbogenlied,
von unsrer schönen, bunten Schule.

Refrain

Lesen, Schreiben, Rechnen und auch Singen,
in jeder Stunde lernen wir etwas,
und dann noch Turnen und die große Pause,
da macht die Schule superechten Spaß.

Refrain

Ein Regenbogen hilft beim Lernen
den vielen Kindern hier in diesem Haus.
Mit seinen Farben malt der bunter Bilder,
und keiner sieht mehr ach so traurig aus.

von Johanna 1a

 

1. Grundlegende Aspekte der Unterrichtskultur

Laut Schulgesetz des Freistaates Sachsen gilt:
„In Verwirklichung ihres Erziehungs- und Bildungsauftrages entwickelt die Schule ihr eigenes pädagogisches Konzept und plant und gestaltet den Unterricht und seine Organisation auf der Grundlage der Lehrpläne in eigener Verantwortung.

Die pädagogischen, didaktischen und schulorganisatorischen Grundsätze zur Erfüllung des Bildungsauftrages im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen legt die Schule in einem Schulprogramm fest.“

 

1.1 Pädagogische Grundsätze

Jedes Kind wird in seiner Individualität angenommen, gefördert aber auch gefordert.

Es wird als Partner ernst genommen. Ein guter sozialer Umgang zwischen den Kindern, aber auch eine vertrauensvolle Beziehung zwischen den Eltern, Schülern sowie Horterziehern und Lehrern liegt uns sehr am Herzen.

In unserer Grundschule lernen Kinder verschiedener Nationalität und Herkunft miteinander. Dies führt zu vielfältigen Begegnungen mit unterschiedlichen Kulturkreisen und erfordert in besonderem Maße Integrationsfähigkeit.

 

1.2 Inhaltliche Schwerpunkte

Schwerpunkte unseres Unterrichts sind laut Lehrplanwerk:

  • Erlernen der Kulturtechniken
  • Natur- und Umwelterziehung
  • Gesundheitserziehung
  • Verkehrserziehung
  • Medienerziehung
  • musische Erziehung
  • Gesprächserziehung
  • ästhetische Erziehung
  • soziale Erziehung
  • körperliche Ertüchtigung
  • Erlernen von Arbeitstechniken

Vor dem Hintergrund dieser Schwerpunkte entwickeln die Schülerinnen und Schüler verschiedene Lernstrategien, wobei individuelle Lerngewohnheiten durch Selbst- und Fremdbeobachtung in Selbst- und Fremdeinschätzung thematisiert und reflektiert werden.

Damit soll ein Fundament für die Arbeit an weiterführenden Schulen gelegt werden.

Unser Anliegen ist es, den Schülern die aktive Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand zu ermöglichen. Die Schüler nutzen dafür eigene Lernstrategien, um den Lerngegenstand zu verstehen und in zunehmendem Maße handlungsfähig zu werden.

Wir verfolgen eine ganzheitliche Betreuung unserer Schüler durch:

  • regelmäßige Absprachen zwischen Horterziehern und Lehrkräften
  • Beteiligung am Projekt „Schule und Hort im Dialog“
  • gegenseitige Unterstützung bei Veranstaltungen der einzelnen Klassen
  • Zusammenkünfte und Absprachen auf Leitungsebene

Die Kooperation mit den Kindertageseinrichtungen und die kontinuierliche Unterstützung und Beratung in der vorschulischen Erziehung ist als eine der wichtigsten Aufgaben anzusehen. Ebenso ist eine gute Vorbereitung auf den Wechsel in weiterführende Schulen bedeutsam.

Darunter verstehen wir:

  • die Zusammenarbeit mit weiterführenden Bildungseinrichtungen, die den Viertklässlern Schnuppertage ermöglichen und
  • die frühzeitige und individuelle Beratung der Eltern zum Schulübergang.

 

1.3 Didaktische Grundsätze

Jeder Lehrer nutzt in seiner Verantwortung die Möglichkeiten, die ihm die Rhythmisierung des Schulalltages bietet. So können im Rahmen des Blockunterrichtes Themen umfassend, ohne bindendes Zeitraster, offen und den jeweiligen Interessen der Kinder, angepasst behandelt werden.

Um die Schüler individuell zu fordern und zu fördern, besteht ein spezielles Konzept, welches den Kindern die Möglichkeit bietet, in den dafür vorgesehenen Förderstunden Unterrichtsstoff aufzuholen, Lücken zu schließen, aber auch Interessen zu wecken und auszubauen (teilgebundenes GTA).

Ziel ist hierbei die langfristige und zielgerichtete Förderung und Forderung eines jeden Schülers unter Berücksichtigung seiner individuellen Begabungen.

Um jedem Schüler in seiner Leistungsfähigkeit und seinem Lernverhalten gerecht werden zu können, verfolgen wir einen differenzierten und individualisierten Unterricht:

  • Verschiedene Unterrichtsmethoden und Arbeitsweisen finden bewusst Anwendung, d.h. sie werden entsprechend des Themas, der Inhalte und Ziele und der Lernsituation in der Klasse ausgewählt.
  • Projektwochen und fachübergreifender Unterricht, offene und handlungsorientierte Unterrichtsformen, aber auch das Lernen in unterschiedlichen Sozialformen sind hierbei wichtige Methoden, um das selbstständige und lebensnahe Lernen zu fördern.

Hausaufgaben haben die Funktion des Übens bzw. Festigens und werden sinnvoll und angemessen gestellt. Es gibt pro Woche zwei hausaufgabenfreie Tage.

Die Schüler erlernen den Umgang mit dem PC, wobei das Verfassen von Texten, das Recherchieren im Internet und die Nutzung von Lernsoftware im Vordergrund stehen (z.B. Antolin und Zahlenzorro).

Alle Vorhaben der Schule sind für Eltern und Schüler transparent.

 

1.4 Rhythmisierung des Schulalltages

Kindgemäßes und effektives Lernen erfordert eine Rhythmisierung des Unterrichts. Seine Planung soll sich an den Lernaufgaben und Lernbedingungen der Schüler orientieren.

Ein sinnvoller Wechsel von Anspannung und Entspannung, Bewegung und Ruhe charakterisiert den Unterricht an unserer Schule.

Auch Zeiten für das Einbeziehen außerschulischer Lernorte sollten bedacht werden.

Blockunterricht bietet die Möglichkeit, den Unterricht noch effektiver planen und durchführen zu können.

 

2. Schulorganisatorische Rahmenbedingungen

2.1 Demographie und Einzugsgebiet

Einzugsgebiet der 103. Grundschule sind die Stadtteile “Äußere Neustadt” und “Radeberger Vorstadt” (Preußisches Viertel).

Beide Stadtteile zeichnen sich durch eine im Vergleich zum gesamtdresdner Durchschnitt junge und kinderreiche Bevölkerung aus.

Vor allem die Dresdner Neustadt ist durch ein besonderes Flair und einen Bekanntheitsgrad weit über die Stadt Dresden hinaus gekennzeichnet. Charakteristisch ist hierbei eine ungezwungene Form des Zusammenlebens trotz stark unterschiedlicher Einkommens-verhältnisse sowie eine aktive Beteiligung der Bevölkerung am gesellschaftlichen Leben.

 

2.2 Zur Geschichte der Schule

Gebaut wurde unsere Schule 1975. In ihr lernten damals Kinder vom 1. bis zum 10. Schuljahr.

Zunächst waren hier im Haus vorübergehend die Schüler der 7. polytechnischen Oberschule (POS), die wegen Baumaßnahmen ihr Gebäude verlassen mussten, beheimatet.

Ein Teil der Schüler blieb dann gleich vor Ort und ab 1978 gab es die 103. POS.

Einige Zeit hieß unsere Schule ”Konrad-Hahnewald-Schule“, benannt nach einem Bergsteiger aus Hohnstein in der Sächsischen Schweiz, der dort die erste Jugendherberge Deutschlands gründete.

Seit 1992 sind wir eine Grundschule für die Klassen 1 bis 4.

Der Name lautete damals nur ”103. Grundschule“ und gefiel eigentlich weder den Lehrpersonal noch den Kindern.

Darum wurde unsere Grundschule im Jahr 1994 in Grundschule ”Unterm Regenbogen“ umbenannt und erhielt in diesem Zusammenhang ein eigens für sie komponiertes „Regenbogenlied“.

Im Jahr 2014 feierte die Schule mit einem Regenbogen-Schulfest den 20. Jahrestag ihrer Namensgebung.

 

2.3 Schulstruktur

Die Grundschule ist vierzügig (jeweils vier Klassen je Klassenstufe).

Ein Spielgeräteschrank zur Nutzung in den beiden Hofpausen ist vorhanden.

Das Klingelzeichen ertönt nur vor Beginn des neuen Unterrichtsblockes.

Die Sporthalle befindet sich direkt auf dem Schulgrundstück.

Auch der Schulgarten mit dem grünen Klassenzimmer ist auf dem Gelände zu finden.

Es herrscht das Klassenleiterprinzip (jeder Klassenleiter ist vorranging in seiner Klasse eingesetzt; jede Klasse hat einen stellvertretenden Klassenleiter).

Der Hort befindet sich im Schulgebäude.

Durch flexible Vertretungen aller Kollegen wird Unterrichtsausfall vermieden.

 

2.4 Ausstattung der Schule

Jede Klasse verfügt über ein Klassenzimmer. Die ersten Klassen haben grundsätzlich ein gesondertes Hortzimmer bzw. einen gesonderten Hortzimmerbereich. In den anderen Klassenstufen ist mitunter eine Doppelnutzung vorhanden, d.h. der Klassenraum ist gleichzeitig das Hortzimmer.

Da diese Räume über eine entsprechende Größe verfügen, sind sie dem Zweck gemäß eingerichtet.

Die Schule verfügt über Fachräume, welche entsprechend bei der Stundenplanerstellung berücksichtigt werden:

  • ein Musikzimmer / Festraum
  • einen Computerraum
  • zwei Werkräume
  • zwei zusätzliche Gesprächs- bzw. Förderräume
  • ein grünes Klassenzimmer
  • eine große Turnhalle
  • ein Sportaußengelände mit Weitsprunggrube, Sprintbahn, Ballspielplatz
  • einen Schulgarten
  • einen Schulhof, der mit Bäumen und Sträuchern begrünt ist
  • ein Spielgerätehaus
  • eine Bibliothek

 

2.5 Hort

Ein großer Vorzug unserer Schule ist das Angebot zur Betreuung der Kinder vor Unterrichtsbeginn ab 6:30 Uhr und nach Unterrichtsende bis 18:00 im vom Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen der Stadt Dresden getragenen ”Hort Unterm Regenbogen“, dessen Räume direkt im Schulgebäude liegen. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Hort wird in einer Kooperationsvereinbarung geregelt.

Zu den wichtigsten Bestandteilen dieser Kooperation zählen:

  • Doppelnutzung von Räumen und Spielplatz
  • gemeinsame Veranstaltungen
  • abgestimmte Elternarbeit durch gemeinsamen Elternrat von Schule und Hort
  • gemeinsame Hausaufgabenstandards von Schule und Hort
  • gemeinsame Finanzierung von Anschaffungen
  • Koordination der Ganztagsangebote von Hort, Schule und Förderverein.

Das pädagogische Konzept des Hortes orientiert sich an den Interessen der Kinder sowie ihrer Mitbestimmung und zunehmenden Eigenverantwortung bei der Organisation der täglichen Freizeitgestaltung.

 

2.6 Kinderrat

Schule und Hort haben gemeinsam einen „Kinderrat“. Dieser tagt ein Mal wöchentlich und bringt Probleme und Wünsche der Kinder zur Sprache, wie beispielsweise die Neugestaltung des Schulhofes oder des Trinkbrunnens. Aus jeder Klasse wird ein Mitglied für den Kinderrat gewählt, aus diesen Reihen wiederum ein Vorsitzender und sein Stellvertreter. Das Mitspracherecht der Kinder ist somit ein zentrales Anliegen von Schule und Hort.

 

2.7 Elternvertretung / Schulkonferenz

Als Klassenelternrat einer Klasse haben die Erziehungsberechtigten umfangreiche Möglichkeiten, aktiv Einfluss auf das Schulleben zu nehmen. Auf Klassenebene unterstützen sie den Klassenleiter z.B. bei der Organisation und Durchführung von Wanderungen, Klassenfahrten oder Projekten sowie bei Schulveranstaltungen.

Die Elternvertretung trifft sich regelmäßig mit dem Klassenlehrer, um aktuelle Entwicklungen der Klasse, anstehende Termine und Feste oder Probleme zu besprechen.

Somit hält der Elternsprecher die Verbindung von Eltern und Schule, damit Anregungen für die Gestaltung eines interessanten Schullebens schnell weitergeleitet und umgesetzt werden können.

Schule und Hort wählen einen gemeinsamen Schulelternrat.

Dazu werden im ersten Elternabend eines neuen Schuljahres pro Klasse ein Elternsprecher und dessen Stellvertreter gewählt, wobei der Elternsprecher als Vertreter im Schulelternrat tätig wird.

Der Schulelternrat tagt regelmäßig und trifft wichtige Entscheidungen für die Schule. Beispielsweise widmet sich eine Arbeitsgruppe Foyer der Ausgestaltung der Empfangshalle.

An Sitzungen des Elternrates nehmen Schul- und Hortleitung mit beratender Stimme teil.

Die Schulleitung wiederum informiert die Mitglieder des Schulelternrates über alle wesentlichen Angelegenheiten der Schule.

Die Eltern können in diesem Rahmen ihre Ideen und Vorstellungen zur Gestaltung eines abwechslungsreichen Schullebens einbringen und bei deren Umsetzung aktiv mitwirken.

In regelmäßigen Abständen bieten die Lehrerinnen den Eltern die Möglichkeit, sich in Elterngesprächen bzw. dafür vorgesehenen Elterngesprächstagen über das Arbeits- und Sozialverhalten ihrer Kinder zu informieren.

Die Aufgabe der Schulkonferenz ist es, das Zusammenwirken von Schulleitung, Lehrern, Eltern und Schülern zu fördern. Vorsitzende der Schulkonferenz ist die Schulleiterin. Die Schulkonferenz tritt mindestens einmal im Schulhalbjahr zusammen und tagt nicht öffentlich. Sie wirkt bei der Erarbeitung und Verabschiedung von Beschlüssen mit.

 

2.8 Förderkreis

Unser Förderverein wurde 2013 neu gegründet und ist ein selbstständiger Verein, der Höhepunkte des Schulalltags organisiert und die Schule bei der Anschaffung von Lehr- und Lernmitteln unterstützt. Hier können alle Eltern und Lehrer das Schulleben aktiv mitgestalten oder den Verein finanziell unterstützen. Alle wichtigen Informationen sind in einem Flyer zusammengefasst. Der Förderverein ist sehr aktiv bei der Mitgliederwerbung, unter anderem stellt er sich bei den Elternabenden und zum jährlichen „Tag der offenen Tür“ vor.

Folgende Ziele hat sich der Förderverein gesetzt:

  • den Aufenthalt unserer Kinder in der Grundschule angenehmer zu gestalten
  • die gute Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Eltern und die Belange unserer Kinder nach außen zu tragen
  • der Förderverein ermöglicht durch Geld- und Sachspenden die Ergänzung der Ausstattung der Schule und die Durchführung kultureller Veranstaltungen

Aktivitäten, die der Förderverein unterstützt:

  • Anschaffung von Spielgeräten
  • Ergänzung von Büchern für die hauseigene Bibliothek
  • Anschaffung von Schulgartengeräten
  • Materialien für Feste und Mitfinanzierung der Höhepunkte der Schule (z.B. Schulfest, Projekttage)

Der Förderkreis unterstützt auch die Umsetzung der Ganztagsangebote.

Er hält zudem die Verbindung zu Partnern der Schule.

 

2.9 Ganztagsangebote

Die 103. Grundschule verfügt über ein teilgebundenes Ganztagsangebot.

Am Vormittag werden in zwei Staffeln, die je in ein Schulhalbjahr eingebettet sind, Angebote unterbreitet. Diese werden teilweise von Honorarkräften, aber auch von den Lehrern, welche in dieser Stunde Unterricht hätten, gesondert geplant und umgesetzt.

Ein Kursbuch begleitet die Kinder durch ein Angebot, zum Schluss kann jeder ein Diplom erwerben.

Das Nachmittagsprogramm enthält andere Angebote, welche von den Schülerinnen und Schülern belegt werden können.

Durch diese Angebote ist eine leistungs- und interessendifferenzierte Förderung und Forderung der Schüler möglich.

Nach jeder Staffel erfolgt eine schulinterne Evaluation unter Leitung der Steuergruppe. Diese Evaluation ist gleichzeitig als Reflexion über das Geleistete anzusehen und gibt Impulse für die weitere Arbeit.

 

2.10. Zusammenarbeit von Kindertagesstätten und Grundschule

„Der Kindergarten soll die Kinder des vorschulfähigen Alters nicht nur in Aufsicht nehmen, sondern ihnen auch eine ihrem ganzen Wesen entsprechende Beschäftigung geben.“
Friedrich Fröbel

Die Verantwortlichkeiten liegen bei der Schulleiterin, der Verbindungslehrerin zum jeweiligen Kindergarten, der Hortleiterin und der Leiterin des Kindergartens.

Mit 6 Kindergärten unserer Schulumgebung bestehen Kooperationsverträge:

  • „Prießnitzzwerge“ Hohnsteiner Straße
  • „Alaunkids“ Kamenzer Straße
  • „Sankt Benno Kindergarten“ Stauffenbergallee
  • Kita Forststraße Forststraße
  • Kita „Knirpse“ Bischofsweg
  • Kindertagesstätte Fabricestraße

Inhalte der Zusammenarbeit:

  • gemeinsame Gespräche von Lehrern und Erzieherinnen
  • Teilnahme am Elternabend der Kindertagesstätten
  • regelmäßige Schulbesuche der Vorschulgruppe, Nutzung der Horträume
  • Teilnahme an Veranstaltungen der Schule
  • regelmäßige Besuche der Lehrerinnen in den Kindertagesstätten
  • Schulbesuche mit Kennenlernen der Einrichtung
  • Teilnahme am Unterricht der 1. Klasse, Kennenlernen des Schulalltags
  • Teilnahme am Elternabend „Fit für die Grundschule?“
  • jährlich 1 x gemeinsame Auswertung und Festlegung neuer Schwerpunkte für die Zusammenarbeit

 

2.11 Weitere außerschulische Partner

Zur Ergänzung unseres Angebots greifen wir gern auf die Unterstützung folgender Einrichtungen zurück:

  • Bibliothek Dresden-Neustadt
  • Theater der Jungen Generation und Puppentheater
  • Wasserwerk Dresden
  • Naturpark Sächsische Schweiz
  • Kinderbauernhöfe und Landheime
  • Künstler der Umgebung, z.B. Moritzburg
  • Museen der Stadt
  • Erich-Kästner-Museum
  • Heinrich-Schütz-Konservatorium
  • Zooschule
  • Polizeirevier Dresden-Neustadt
  • ADAC
  • Schulspeisung

 

3. Traditionen an der Schule

Die 103. Grundschule verfügt über Traditionen, die entsprechend gepflegt werden.

3.1 „Kinder helfen Kindern“ – Aktionen der Solidarität

In jedem Jahr finden Solidaritätsaktionen statt. Wir haben bereits Arbeitsmittel, Spielsachen und Gelder für eine Vorschule in Sri Lanka gesammelt.

Mittlerweile haben sich die Kinder unserer Patenschule gut eingelebt. Das Schulhaus und die benötigten Materialien zum Lernen sind vervollkommnet worden.

Weiterhin wird für die Aktion „Sonnenstrahl e.V.“ gesammelt.

Damit sollen krebskranke Kinder und deren Familien Unterstützung finden. Das Geld wird vor allem für den Bau von Elternhäusern verwendet, damit die Kinder während der Behandlung die Nähe der Eltern und Geschwister nicht vermissen müssen.

Auch ein Sponsorenlauf zugunsten der Initiative „Ärzte ohne Grenzen“ ist durchgeführt worden. Kinder sind weltweit von schlimmen Krankheiten bedroht, sie müssen beispielsweise geimpft werden. Dafür laufen die Kinder unserer Schule gern.

 

3.2 Das Talentefest

Viele Schülerinnen und Schüler spielen im Regenbogenorchester mit, singen im Chor oder erlernen ein Instrument. Das musikalische Talentefest dient dazu, vor Eltern, Lehrern und Mitschülern das Können jährlich unter Beweis zu stellen.

 

3.3 Theateraufführungen

Mehrmals im Jahr präsentieren die beiden Theatergruppen ihre einstudierten Stücke, vornehmlich an Weihnachten oder zur Verabschiedung der vierten Klassen.

 

3.4 Projektwochen

Zwei Mal im Schuljahr findet eine Projektwoche statt, welche jede Klasse bzw. Klassenstufe einem selbst gewählten Thema widmet. Hier steht vor allem eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen außerschulischen Lernorten im Mittelpunkt. Dazu ist bereits ein Katalog in Arbeit, der Lehrern und Schülern Kontakte zu außerschulischen Lernorten ermöglicht, Erfahrungsberichte beinhaltet und somit auch die thematische Findung für die Projektwoche erleichtert.

 

3.5 Regelmäßige Durchführung von Museums- und Theaterbesuchen

Jede Klasse führt regelmäßig Museums- und Theaterbesuche durch, z.B. werden die Schulkonzerte genutzt, aber auch der Besuch des Hygienemuseums ist in wechselnden Ausstellungen immer im Programm.

 

3.6 Verkehrserziehung

Neben dem obligatorischen Verkehrserziehungsunterricht im Sachunterricht führen wir jährlich weitere Veranstaltungen durch.

Folgende Projekte sollen den Kindern zusätzlich Sicherheit geben und ihr Selbstbewusstsein beim Verhalten im Straßenverkehr stützen:

  • Radfahrtraining mit dem ADAC (1. – 4. Klasse)
  • „Mit Bus und Bahn“ (1. - 2. Klasse) mit dem Jugendsachbearbeiter der Polizei
  • ADACUS für 1. Klasse

 

3.7 Gesunde Ernährung

Gesunde Lebensweise ist eine Voraussetzung für optimales Lernen.

Kinder, die sich gesund ernähren, auf viel Bewegung an der frischen Luft achten, werden fröhlich und optimistisch an das Lernen herangehen.

Deshalb wird im Unterricht bzw. in zusätzlichen Veranstaltungen besonders auf folgende Schwerpunkte geachtet:

  • gesundes Schulfrühstück
  • geregelter Tagesablauf
  • ausreichend Schlaf
  • witterungsgemäße Kleidung
  • Erkältungskrankheiten vermeiden
  • Pausengestaltung (Spielkiste und Bewegung im Freien)
  • Schulspeisung: Eltern bestimmen gemeinsam mit Hort- und Schulleitung den Essenanbieter mit dem gesündesten Angebot (Bioprodukte!)

 

3.8 Schulfest und Schulausfahrt

Zum Abschluss eines jeden Schuljahres findet im Wechsel eine Schulausfahrt oder ein thematisches Schulfest statt.

Die Fahrt in die Terra Mineralia nach Freiberg war bislang ebenso ein Highlight wie der Besuch des Erlebnisparks in Einsiedel. Auch ein Zirkusfest hat bereits stattgefunden.

 

3.9 Sportliche Veranstaltungen

In jedem Schuljahr stehen auch Sport und Spiel auf dem Programm, beispielsweise Hochsprung mit Musik oder Ballturniere. Dazu wird jeweils ein Sonderplan erstellt.

 

3.10 Enge Zusammenarbeit mit der Bibliothek

Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit der Bibliothek in der Dresdner Neustadt. Jede Klasse besucht die Bibliothek regelmäßig, um auszuleihen, nimmt an Buchvorstellungen teil und lädt die Bibliothekarin in die Schule ein.

 

3.11 Besuch des Schullandheimes

Zum Höhepunkt der Grundschulzeit zählt der Besuch des Schullandheimes. Eltern und Horterzieher unterstützen diese Unternehmungen aktiv.

 

3.12 Tag der offenen Tür

Zum Tag der offenen Tür stehen Schul- und Hortleitung, alle Lehrer und Horterzieher sowie Kinder dieser Schule Rede und Antwort. Sie begleiten die interessierten Eltern und Kinder durch das Schulgebäude. Zukünftig wird darüber nachgedacht, ob auch ein Programm mit Schulorchester, Chor und Rezitationen den Nachmittag bereichert.

 

3.13 Elterntreff für neue 1. Klassen

Der Elterntreff für die neuen 1. Klassen dient dem Vorstellen unserer Schule und gibt die Möglichkeit, anstehende Fragen von Schul- und Hortleitung beantwortet zu bekommen.

 

3.14 Schulweihnachtsmarkt

Der alljährliche Schulweihnachtsmarkt stimmt Eltern, Lehrer, Erzieher und Schüler und den Förderverein auf das Weihnachtsfest ein. Die Gemeinsamkeit dieser Veranstaltung kurz vor den Festtagen bereichert das Schulklima entscheidend.

 

3.15 Feste Termine im Schuljahr

Der Tag des Wassers im März, die Erich-Kästner-Ralley im Juni sowie der Besuch der Zooschule sind feste Termine im Jahresplan der Klassen.

 

4. Qualitätssicherung an unserer Schule

4.1 Leistungsermittlung und Bewertung

Die Zensierung und Bewertung von Schülerleistungen, regelmäßige Lernstandsanalysen und die ständige Reflexion über die Grundsätze der Leistungsbewertung gehören zu den verantwortungsvollsten Aufgaben des Lehrers.

Dabei berücksichtigen wir u.a. folgende Gesichtspunkte:

  • Die Ermittlung und Beurteilung und die daraus folgende Bewertung von Leistungen liegt in der pädagogischen Verantwortung des Lehrers.
  • Die Lehrerkonferenz beschließt die Bewertungsrichtlinien für die Fächer, welche der Klassenlehrer den Eltern zu Beginn des Schuljahres bekannt gibt.
  • Die Bewertung berücksichtigt den individuellen Lernfortschritt des Schülers. Dabei werden festgestellte Teilleistungsschwächen beachtet.
  • Die Leistungsbewertung erfolgt nicht nur ergebnisorientiert, sondern auch schülerbezogen und prozessorientiert und fördert die Leistungsentwicklung.
  • Der Lehrer hat die einzelnen der Leistungsbewertung zugrunde liegenden Elemente für Außenstehende nachvollziehbar zu beschreiben.

 

4.2 Fördern und Fordern

Aufgabe und Ziel der Grundschule ist es, jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen durch differenzierten Unterricht und ein vielseitiges Schulleben im Hinblick auf die Persönlichkeitsentwicklung, die sozialen Verhaltensweisen sowie die kognitiven und praktischen Fähigkeiten bestmöglich, umfassend und nachhaltig zu fördern und zu fordern. Dies schließt individuelle Hilfen für Schüler mit Lernrückständen oder besonderen Problemen beim Lernen ebenso ein, wie die Förderung von besonderen Begabungen und Neigungen.

Das Förderkonzept unserer Schule hat zum Ziel, die Kinder dort abzuholen, wo sie stehen und ihnen angemessene Lernangebote für die nächsten Entwicklungsschritte zu bieten. Grundlage der Förderung ist die Binnendifferenzierung. Die Differenzierung erfolgt qualitativ und quantitativ und bezieht sich auf Anschauungsniveau, die Methode, die Art der Hilfestellung und die Sozialform. Die individuelle Förderung und Forderung findet an unserer Schule schwerpunktmäßig im Rahmen der inneren Differenzierung in Arbeitsphasen des gemeinsamen Unterrichts statt, in denen die Schüler allein, zu zweit oder in Gruppen arbeiten.

Zusätzliche Förderung und Forderung über den Unterricht hinaus:

  • Leseförderprogramm „Antolin“ (www.antolin.de)
  • Mathematikprogramm und Zahlenzorro
  • Beteiligung an Wettbewerben durch zielgerichtete Führung der Lehrkraft in verschiedenen Fachrichtungen - z. B. Lesewettbewerb, Mathematikolympiade, Talentefest, Sportfest
  • Theater- und Chorauftritte
  • weitere Partner leisten wertvolle Beiträge und bieten verschiedene Interessengemeinschaften an, die auf eine Förderung über die unterrichtlichen Inhalte hinaus ausgerichtet sind (z. B. Schach)
  • Beteiligung an Olympiaden (z.B. Känguru-Wettbewerb)

 

4.3 Qualifizierte Lehrkräfte

Regelmäßige und geplante Fortbildung bildet eine Grundlage der Qualitätssicherung des Unterrichts an der Grundschule.

Das bedeutet für uns:

Jährlich finden 1 – 2 schulinterne Fortbildungen statt, die inhaltlich auf die Umsetzung des Schulkonzeptes abgestimmt sind (SCHILF).

Jeder einzelne Lehrer bemüht sich verantwortungsbewusst um Selbststudium und Fortbildung, damit er in seinen Fächern nach neuesten pädagogischen und psychologischen Erkenntnissen unterrichten kann.

In den Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gesprächen wird gemeinsam festgelegt, welche Art der Fortbildung die Kolleginnen besuchen werden.

Dabei wird darauf geachtet, dass eine der Veranstaltungen mit dem Ziel besucht wird, als Multiplikator in einer Lehrerkonferenz o. Klassenstufenveranstaltung neues Wissen an die Kolleginnen weiterzugeben.

Halbjährlich werden Fachzirkel vor allem in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht durchgeführt.

Eine Nutzung der Grundschultage und Workshops als regionale Weiterbildungsangebote sind Teil des Qualifizierungsangebotes.

Die regelmäßige Teilnahme am Erste- Hilfe- Kurs ist gesichert.

Zudem werden spezielle Angebote – wie PITKO – welche dem gesamten Kollegium zugutekommen, garantiert.

Die Beratungslehrerin steht den Kollegen und Eltern sowie Schülern beim Auftreten von schulpsychologischen Problemen beratend zur Seite.

 

4.4 Mitwirkung der Schüler

Wir haben das Ziel, unsere Schüler intensiv in die Gestaltung des Schullebens mit einzubeziehen. Sie sollen dazu angeleitet werden, aktiv, selbstständig und eigenverantwortlich das Schulleben mitzugestalten, indem sie ihre eigenen Interessen, Wünsche und Vorschläge einbringen.

Im Kinderrat, der ein Mal wöchentlich mit dem Hort gemeinsam abgehalten wird, können Schülervertreter (ein Vertreter pro Klasse) aktiv in Entscheidungen einbezogen werden: Schul- und Hortleiterin nehmen als Gäste und in beratender Funktion daran teil.

Beide Seiten unterstützen die Schülerinnen und Schüler beim Besprechen und Umsetzen der Entscheidungen, Vereinbarungen und angesprochenen Themen des Schülerrates in den Klassen. Der Vertreter des Schülerrates arbeitet mit der Klassenlehrerin zusammen und trägt zur Klärung von Fragen und Problemen der Klasse bei.

 

5. Gestaltung von Übergängen

5.1 Schuleingangsphase und Anfangsunterricht

Die Grundschule hat die Aufgabe, alle Schüler in einem gemeinsamen Bildungsgang ausgehend von den individuellen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen unter Einbeziehung von Elementen des spielerischen und kreativen Lernens zu den weiterführenden Bildungsgängen zu führen.

Grundschule, Hort und Kindertagesstätte sind verpflichtet, sich gegenseitig bei der Förderung, insbesondere der kognitiven, sprachlichen und motorischen Entwicklung der Kinder, untereinander zu unterstützen.

An unserer Schule gelingt das durch die intensive Kooperation mit den Kindertagesstätten.

Schulanmeldung und Schulaufnahme aller Kinder erfolgt laut Schulordnung Grundschulen.

Der Unterricht wird entsprechend des geltenden Lehrplanwerkes erteilt. Unter gutem Unterricht verstehen wir einen zielorientierten, motivierenden und handlungsorientierten Unterricht. Der Ablauf ist klar gegliedert und steht in Verbindung mit verbindlichen Regeln und Ritualen. Die Unterrichtszeit wird effektiv zum Lernen genutzt.

Das Lesen- und Schreibenlernen erfolgt entweder nach der Fibelmethode oder nach dem Anlautkreis. Bei der Unterrichtsgestaltung werden die Prinzipien der Methodenvielfalt, der Differenzierung und individuellen Förderung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lerntypen beachtet.

Ein klasseneigener Grundwortschatz wird gebildet, geübt und fortlaufend erweitert.

Die Kinder erhalten neben frontalen Unterweisungen auch zum freien Lernen grundlegende Anleitungen und strukturierte Übungsformen.

Die Lehrerinnen stimmen ihre Unterrichtsplanung auf der Klassenstufe regelmäßig ab.

 

5.2 Übergang zu den weiterführenden Schulen

In der Klasse 4 steht eine wichtige Entscheidung bevor – der Übergang in eine weiterführende Schule. Die Eltern werden bis zur anstehenden Entscheidung für Oberschule oder Gymnasium durch regelmäßige Beratung unterstützt. Schulbesuche an weiterführenden Schulen, die Information über Schulprofile im Internet sowie gemeinsame Gespräche mit Eltern und Schülern über die neue Schule, Schulinhalte, Anforderungen und Vorstellungen der fortführenden Schulen durch die Schulleitung helfen dabei.

Die Schullaufbahnentscheidung beruht auf einer differenzierten, kontinuierlichen Beobachtung des Kindes hinsichtlich seiner Lern- und Leistungsentwicklung, seiner Lern- und Arbeitshaltung, seiner Lernwege, seiner Neigungen, Fähigkeiten und Interessen.

Darüber hinaus informiert die Grundschule über Wege und Möglichkeiten weiterführender Bildungsangebote. Dazu findet bereits in der Klasse 3 ein Elternabend statt, wo die Schulleiterin mit den kooperierenden Schulformen nach einer Vorstellung derselben Rede und Antwort steht.

Im zweiten Schulhalbjahr der Klasse 4 erhält der Schüler dann seine Bildungsempfehlung. Voraussetzung dafür ist die Halbjahresinformation des Schülers und die Entscheidung der Klassenkonferenz über die Bildungsempfehlung.

Danach erfolgt die Anmeldung an einer Oberschule oder an einem Gymnasium – entsprechend der gegenwärtigen Zugangskriterien.

Am Ende der 4. Klasse sollten die Kinder folgende Techniken des Lernens und des Zusammenlebens beherrschen:

Lernkompetenz

  • Hefterordnung:
    • Rand ziehen
    • Einheften
    • Kennzeichnen von Überschriften und Teilüberschriften
    • Kennzeichnen von Merksätzen
  • selbständiges Eintragen ins Hausaufgabenheft - Führung des Hausaufgabenheftes
  • selbständiges Erledigen der Hausaufgaben
  • selbständiges Erlesen einer Aufgabenstellung
    • Formulieren von Fragen
    • Erkennen des Wesentlichen an Hand von Signalwörtern
    • selbständiges Lösen der Aufgaben
    • Prüfen / Kontrollieren / Berichtigen / Diktieren
    • selbstständiges Arbeiten mit dem Lehrbuch und Arbeitsheft
    • Anlegen von Tabellen
    • übersichtliches Arbeiten mit Stichpunkten
    • Arbeit mit dem Partner oder in der Gruppe
    • Fachtermini - Lehrplan Kl. 4

Erarbeitung eines Kurzvortrages

  • Stichwort- und Materialsammlung
  • Zeiteinteilung (in Ansätzen)

Sozialkompetenz

  • Umgang mit Erfolgen
  • Umgang mit Misserfolgen
  • Teamfähigkeit
  • Kritikfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit

Medienkompetenz

  • Suchen von Informationen aus Kinderlexika, Kinderatlas oder anderen Büchern
  • erste Erkenntnisse in der Arbeit mit dem Internet
  • erste Grundkenntnisse am Computer
    • Einschalten und Herunterfahren
    • Speichern
    • Enter
    • Schreiben, Korrigieren
    • Schriftart verändern

Sachkompetenz am Beispiel

- Deutsch

  • Selbstkontrolle mit Hilfe von Stammschreibung, Reimwörter, Ableitungen (Suffix, Präfix, Endungen)
  • Arbeit mit dem Wörterbuch
  • nachschlagen – begründen – erläutern – formulieren – erklären – berichten – beschreiben – erzählen – lesen – überfliegen – heraussuchen
  • sinnerfassendes Lesen
  • verschiedene Lesetechniken

- Mathematik

  • Was weiß ich?
  • Was will ich wissen?
  • Welche mathematischen Größen brauche ich?
  • Fragestellung - Antwortsatz
  • berechnen – antworten – fragen – überschlagen – runden – schätzen – vergleichen, umwandeln von Größen

 

6. Unsere Leitidee: „Wir bewegen Schule und Natur“

„Wenn jemand mit der Natur in Einklang ist, verstärken sich auch seine Gefühle der Harmonie mit anderen Menschen. Wenn wir schweigend die Welt um uns beobachten, entdecken wir in uns ein Verbundenheitsgefühl mit allem, was wir sehen – mit Pflanzen, Tieren, Steinen, mit der Erde und dem Himmel.“
Joseph Cornell „Mit Kindern die Natur erleben“

Die Entwicklung einer positiven Haltung unserer Kinder zu Natur und Umwelt hängt ganz entscheidend davon ab, inwieweit sie die Möglichkeit zur Naturbegegnung haben. Aufgrund authentischer Erlebnisse und Erfahrungen mit der Natur können sie ihre Umwelt als etwas Wertvolles, Liebenswertes und damit Schützenswertes kennen lernen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Lerninhalte ganzheitlich – also mit „Kopf, Herz und Hand“ (Pestalozzi) – umzusetzen, um die Kinder zur unmittelbaren Begegnung und zu aktiver Auseinandersetzung mit der sie umgebenden Wirklichkeit anzuhalten.

In erster Linie ist der „Kopf“ gefragt, lernt das Kind eher kognitiv. Liegt der Schwerpunkt beim „Herz“, so gilt es, das Kind sozio-emotional zu verantwortlichem Handeln in der Gemeinschaft und gegenüber der belebten und unbelebten Natur und Umwelt zu führen. Der Schwerpunkt „Hand“ schult vor allem die – im ursprünglichen Sinne - handwerklichen Fähigkeiten des Kindes. Im Blickpunkt steht die Psychomotorik.

Die tägliche Unterrichtspraxis betrachtet alle drei Lernfelder als Einheit.

Das geschieht im sozio-emotionalen Lernfeld durch das Lernen in Realbegegnungen sowie die Bereitschaft, Lebendiges zu achten, zu erhalten und zu schützen. Aber auch die Auseinandersetzung und die Vermittlung von Werten spielt eine Rolle. Und schließlich wird durch verantwortliches Handeln und praktisches Tun die Identifikation mit Natur und Umwelt befördert.

Hinsichtlich des psychomotorischen Lernfeldes geht es vor allem um das Einüben von Kulturtechniken (wie Tier- und Pflanzenpflege), das Herstellen von Gegenständen und Nahrungsmitteln aus Naturmaterialien und den sachgerechten Umgang mit Arbeitsgeräten (vom Bleistift bis hin zum Spaten).

Das Lernen im kognitiven Lernfeld bezieht sich vornehmlich auf die anschauliche Erweiterung von Arten- und Formkenntnissen, die Begriffsbildung als Fachterminologie, die Erweiterung mathematischer Kompetenzen (wie das Messen und Wiegen), die kindgemäße Einübung naturwissenschaftlicher Forschungsmethoden sowie die grundlegende Einsicht in ökologische Zusammenhänge.

 

6.1 Schwerpunkt 1: Verstärkte Einbeziehung von Natur und Umwelt in den Unterricht

Zielstellung:

Erziehung zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur auf der Grundlage entsprechenden Wissens darüber.

In den Kindern soll die Liebe zur Natur und die Achtung vor der Natur erwachsen. Sie sollen zur Einsicht geführt werden, dass die Natur geschützt und bewahrt werden muss. Dazu gilt es zunächst das Interesse der Kinder an der Natur zu wecken. Interesse und Verantwortungsbewusstsein wird durch die intensive Beschäftigung mit der Sache vertieft. Deshalb soll das Schulgelände als Lernort in den Unterricht aktiv einbezogen werden.

Daraus ergeben sich folgende Teilziele:

  • Aktion „saubere Schule“ – die Mülltrennung im Schulgelände
  • Nutzung umweltschonender Materialien, Arbeitsmittel und Verpackungen
  • gemeinsames, gesundes Frühstück in den Klassen
  • sorgsamer und verantwortungsbewusster Umgang mit Energie im Schulalltag (Lichtdienst, Energiewächter)
  • wöchentliche Gestaltung eines „Draußentages“ gemeinsam mit dem Hort (z.B. Erstellung eines Blütenkalenders)
  • Erstellung von Sammlungen (z.B. Steine)
  • im Sandkastenmodell werden Neuerungen eingebaut und weitere Verbesserungen diskutiert

Zielindikatoren:

Im Laufe des Schuljahres wird in jeder Klasse möglichst im Lehrerteam der jeweiligen Klassenstufe eine Unterrichtseinheit „Natur und Umwelt auf dem Schulgelände“ pro Schulhalbjahr durchgeführt und für die übrigen Kollegen zusammengetragen und zugänglich gemacht.

Am Ende des Schuljahres wird eine Liste vom Lehrerkollegium mit erprobten Zielen für einen Lehrspaziergang zum Thema „Natur und Umwelt auf dem Schulgelände“ erstellt und an alle Kollegen verteilt.

Die Schüler verfügen über abfragbares Wissen in Bezug auf die behandelten Arten der Fauna und Flora.

Die Kinder können Auskunft geben über behandelte biologische Zusammenhänge (z.B. die Nahrungskette).

Die Kinder weisen nach, dass sie handlungsorientiert gearbeitet haben, soweit die Unterrichtseinheit dies ermöglicht (z.B. sinnvolles Umgehen mit Gartengeräten).

Die Schüler zeigen im Alltag verantwortungsvolles Handeln im Umgang mit der Natur.

Evaluation:

Am Ende des Schuljahres liegen über durchgeführte Unterrichtseinheiten Dokumentationen vor.

Die bearbeiteten Themen finden ihren Niederschlag in der Sachmappe der Kinder. Entsprechende Tests geben Auskunft über den Erkenntnisstand der Kinder.

 

6.2 Schwerpunkt 2: Nutzung des Schulgeländes zu naturnahen Erkundungen

Zielstellung:

Lernen und Handeln im Sinne der Nachhaltigkeit in das Schulleben langfristig integrieren.

Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zum Beobachten und Experimentieren. Hierzu können im Rahmen der ganztägigen Bildung und Erziehung (GTA) auch Experten mit herangezogen werden.

Im Mittelpunkt steht das Wecken und vor allem Erhalten von Neugier, etwas (Nach)Erforschen, (Nach)Entdecken zu können. Wenn diese Intention erhalten bleibt, dann wird es möglich sein, nachhaltig das Interesse an Natur und Umwelt zu erhalten und dazu einen ganz eigenen Beitrag zu leisten.

Daraus ergeben sich folgende Teilziele:

  • Neukonzipierung des „Grünen Klassenzimmers“ und damit Erschließung als Lernort
  • Nutzung und Pflege des naturnah gestalteten Schulgeländes an der Prießnitz (z.B. Bau einer Windrose)
  • Neugestaltung des Schulgartens: Biotop anlegen, Gewächshäuser aufstellen, Backofen bauen)
  • Gestaltung des Schulgartens als Nutz- und Lehrgarten (z.B. Kräutergarten)
  • Schwalbenhäuschen anbringen
  • Insektenhotel und Bienenkoffer aufbauen
  • vogelkundliche Wanderungen durchführen

Zielindikatoren:

Im Laufe eines Schuljahres widmen sich unterschiedliche Klassenstufen entsprechend der Teilziele einzelnen Projekten, welche nach Absprache in die jeweiligen Verantwortlichkeiten übergeben werden. Diese Arbeitsgruppen stellen sich hinsichtlich ihres Teilprojektes Ziele, welche im Schulhaus öffentlich dokumentiert werden.

Evaluation:

Halbjährlich werden die Ergebnisse präsentiert, wobei unterschiedliche Präsentationsformen zum Einsatz kommen.

 

6.3 Schwerpunkt 3: Kooperation mit außerschulischen Lernorten zum besseren Verstehen von Natur und Umwelt

Zielstellung:

Kinder sollen erkennen, dass die Kooperation mit außerschulischen Lernorten dazu beiträgt, den Blick über den schulischen Kontext hinausgehend auf die Thematik zu richten.

Dazu gilt es mit außerschulischen Lernorten Kooperationen einzugehen. Das kann per Schuljahreskooperationsvertrag geschehen oder auf einer individuellen Absprache beruhen.

Daraus ergeben sich folgende Teilziele:

  • Kooperation mit der Zooschule auf der Basis thematischer Absprachen weiter pflegen
  • Kooperation mit dem Hygienemuseum eingehen, auch hier thematische Absprachen treffen
  • eine Vogelauffangstation besuchen
  • im Wildgehege Patenschaften übernehmen
  • Klassen- bzw. Schulfahrten zu ökologischen Orten (z.B. Bauernhof)
  • Solarzellen bauen und anbringen in Kooperation mit einem benachbarten Gymnasium
  • Langzeitbeobachtungen auf einer ausgewählten Streuobstwiese durchführen und dokumentieren (z.B. von der Apfelblüte bis zur Apfelernte)
  • eine Bachpatenschaft eingehen

Zielindikatoren:

Bei Beginn des neuen Schuljahres widmen sich die einzelnen Klassen bzw. Klassenstufen einzelnen Projekten in Absprache mit dem Hort. Im Rahmen eines selbst bestimmten Zeitplanes werden in Vorhaben dann realisiert.

Die Kinder lernen sich frühzeitig für Natur und Umwelt zu engagieren und entwickeln so einen vielperspektivischen Blick auf die Sache.

Evaluation:

Zum Tag der offenen Tür im Juni werden dann die Ergebnisse präsentiert. Auch hier kommen unterschiedliche Präsentationsformen zum Einsatz.

 

7. Ausblick

Die Arbeit am Schulprogramm ist Teil des Schulentwicklungsprozesses und gilt somit nie als abgeschlossen. Vielmehr wird Bewährtes beibehalten und durch neue Perspektiven ergänzt.